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INTERVIEW #

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BLOGGERHERZ TRIFFT AUF BLOGGER-(IN) 

Natascha Postleb

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FRAGE 1

 

Stelle Dich doch bitte einmal unseren Bloggerherz-Mitgliedern vor: Wer Du bist, was Du machst (Hobbies etc.) & wie Du überhaupt Deinen Weg in unsere einzigartige Bloggercommunity gefunden hast:

SEX!
Hallöchen ihr Lieben,
da ich ja jetzt eure volle Aufmerksamkeit habe, möchte ich gerne etwas Werbung im eigenen Sinn machen und mich kurz bei euch vorstellen.
Ich bin Natascha, ein paar Tage noch 26 Jahre jung, komme vom schönen Bodensee und bin Mama von Jayden, meinem bald einjährigen Sohn.
Das hört sich alles so unspektakulär an, ich weiß. Gibt ja auch nicht nur eine Mama-Bloggerin heutzutage. Doch für mich ist es etwas ganz Großes. Mama sein.
Im Februar 2016 hatte ich eine von vielen Operationen an der Eileiter und danach hieß es eindeutig: „Kinder bekommen? Ich sag es so wie es ist: Vergessen Sie‘s!“.
Ich trat aus der Kirche aus, begrub den Schmerz und die Vorstellung der perfekten Vision meiner Zukunft. Ein, zwei, vielleicht auch drei Kinder, ein Mann, ein Haus, all das oberflächliche Zeug eben.
Ich verlor meinen damaligen Job, da ich noch in der Probezeit war und mein Chef dachte, ich packe das psychisch bestimmt nicht. Ich war am Tiefpunkt meines Lebens angekommen.
Einen Monat später lernte ich einen Menschen kennen, der mein Leben von heute auf morgen umkrempelte.
Es war ein Samstag. Meine beste Freundin wollte mich ablenken und mich zu einem Schlagermusik-Fest zerren, auf das ich so gar keine Lust hatte. Es würde das erste Fest werden, zu dem ich nach meiner Operation als frisch getaufte „Unfruchtbare“ gehen würde. Ich beschloss mich in mein Dirndl zu schmeißen und mich gnadenlos abzuschießen. Hat funktioniert. Doch ich lerne an dem besagten Abend auch Patrick kennen. Einen Mann, der als einziger dort einen Anzug trug, da er von der Arbeit kam und nach einer Trennung von seiner Ex-Freundin ebenfalls von Freunden auf dieses Fest gezogen worden ist. Er HASST/E die Musik, war in seinem Fitness-Wahn und somit nüchtern. Als wir uns kennenlernten fand er mich ziemlich abstoßend, was ich zu 100% verstehen kann. Aber er fand mich lustig. Immerhin. Am nächsten Tag erkundigte er sich nach meinem Gesundheitszustand und wir blieben in Kontakt. Kein Tag verging seitdem ohne ihn. Bis heute.
Er zeigte mir wie schön das Leben ist, wie dankbar man sein kann, jeden Tag (gesund) aufzuwachen und jemanden zu haben, auf den man sich blind verlassen kann.
Er lernte mich kennen, besser als ich mich selbst und nahm auch in Kauf, ein Leben mit mir ohne Kinder zu führen.
Niemals hätte ich gedacht so einen Menschen zu finden, der einfach alles für mich aufgeben würde, nur um an meiner Seite zu stehen.
Wir hatten eine wundervolle Zeit, soviel gemeinsam erlebt, Partys gefeiert, Nächte durchgemacht, gefühlt alle Restaurants abgeklappert und viele Städte der Welt erkundet. So waren wir auch auf Zypern. Doch was wir nicht wussten war, dass wir zu dritt zurück nach Deutschland flogen. Mit einem Baby im Bauch.
Ja, ich kann mir den Blick von jedem Einzelnen von euch gerade sehr gut vorstellen, denn so und noch verwirrter habe ich auch geschaut, als wir die eindeutige Nachricht erhielten, 2017 Eltern zu werden.
Leute ich sag‘s euch, ich bekomme mal wieder Gänsehaut am ganzen Körper und mir schießen die Tränen in die Augen. Gibt es denn eine schönere Nachricht im Leben, als zu erfahren, dass man Mama/Papa wird?!
Es war ein Wunder. ER war ein Wunder, denn wir erwarteten einen kleinen Jungen.
Noch etwas, was ich mir immer gewünscht hatte.
Die schönste Zeit in meinem bisherigen Leben war eindeutig die Schwangerschaft. Wir hatten zwar einige Tiefen, gesundheitlich gesehen, und mussten zwei mal hart kämpfen, um unser Wunderbaby nicht zu verlieren, aber all die Mühe und Kraft hat sich gelohnt. All die Tränen und Gebete waren nicht umsonst. Denn im Juli vergangenen Jahres erblickte unser Sohn Jayden gesund und munter das Licht der Welt.
Ist das zu fassen? Mal ehrlich... es muss wohl doch einen Gott da oben geben.
Vor der Geburt, es war drei Monate zuvor, entführte mich Patrick nach Paris und fragte mich dort, ob ich seine Frau werden möchte. Einen Monat später wurden wir, bürokratisch gesehen, also offiziell zu einer Familie. Im Herzen waren wir das schon lange.
Nach Jayden’s Geburt trat ich dankbar wieder in die Kirche ein. Einfach weil ich an Gott, Karma oder was auch immer das ist, glaube.
Das Leben ist nicht immer fair, nicht immer einfach und schon gar nicht selbstverständlich.
Drei Monate nach Jayden’s Geburt traf es meine Familie und mich wie ein Schlag ins Gesicht.
Ich bekam eine Diagnose, die mein Leben mal wieder von jetzt auf gleich veränderte. Die Gynäkologin fand Kegelchen in meinem Gebärmutterhals und man riet mir, die Gebärmutter entfernen zu lassen, dass sich keine Metastasen bilden können.
Es war eine harte Entscheidung, denn schließlich wollte ich immer noch eine kleine Lou haben, irgendwann eine Schwester für Jayden.
Und so nahm ich Tabletten, entschied mich vorerst GEGEN einen Eingriff, betete erneut und bin mehr als dankbar, dass ich euch heute sagen kann: Es ist alles gut.
Meine Werte verbessern sich ständig, eine OP ist erst einmal nicht in Sicht und mir geht es gut. Auch mit den Tabletten.
Wirklich. Ich bin mehr als dankbar für meinen Mann, den besten Vater auf Erden, für mein gesundes Kind und für mein eigenes wunderbares Leben.
Deshalb habe ich auch beschlossen, mein Leben in vollen Zügen zu genießen und mich zwar Negativem zu stellen, aber mich nicht mehr davon leiten zu lassen.
Probleme und Tiefpunkte gehören eben zum Leben dazu, wie die Luft, die wir zum Atmen brauchen. Doch was wäre das Leben, ohne Mut, Glaube, Liebe und ein Kinderlachen?!

Vielleicht möchtet ihr unseren Weg ja verfolgen und begleiten, dann freue ich mich sehr, wenn ihr mal bei uns vorbei schaut.

Alles Liebe und bis bald,
eure Natascha

FRAGE 2

Was ist Dein innerer Blogging/Instagram-Motor? Warum schreibst Du/warum postest Du, wie lange schon & wie bist Du dazu gekommen? Los geht´s :

Ich finde den Begriff „Instagram-Motor“ sehr schön. Das lässt mich schmunzeln, denn es gibt wirklich Etwas, was mich antreibt.
Meine Familie.
Ich halte jeden Meilenstein fest und freue mich wie ein Schneekönig, Fortschritte und Erfolge auf meinem Profil veröffentlichen zu können.
Einfach weil es schön ist, wie das Leben so spielt, manchmal auch eben nicht immer einfach. Auch die Tage, an denen ich mein Kind gerne da zurückschieben würde, wo es hergekommen ist, gibt es und so freue ich mich immer auf regen Austausch mit anderen Gleichgesinnten.

FRAGE 3

Reichweite. Reden wir offen drüber. Fan-Follower-und Leserzahlen werden immer wichtiger – wie sieht das im Detail aus bei Dir? Wie viele hast Du? Welche Plattformen nutzt Du? Und vor allem: Wo willst Du hin? Auch im Bezug auf die Intention – also der Weg/die Absicht/dein Ziel was Du bei den Menschen da draußen mit Deinem Blog/Instagram & Co. erreichen willst.

Aktuell haben wir round about 3.333 Follower. Das ist in meinen Augen schon eine ganze Menge, für das, dass ich kein Influencer bin und auch keine Gewinnspiele veranstalte. ;-) Das heißt im Klartext: Bi uns gibt’s eigentlich nichts zu holen, außer ein paar Einblicke in unseren täglichen Familien-Wahnsinn.
...Was mich natürlich umso mehr ehrt, denn die Leute die uns folgen, gehören einfach schon dazu. <3

FRAGE 4

Was ist das besondere, das einzigartige an Dir als Mensch wie auch Blogger/in/Instagrammer/in?

Ich glaube, das Einzigartige an unserem Instagram-Profil ist, dass wir auch mal Gefühle zeigen können und das echt leben zeigen. Da ist mein Mann, der ebenfalls Zugriff auf dieses Konto hat und auch mal Beiträge schreibt. Gerne auch mal, dass ich ihm manchmal ziemlich auf den Zeiger gehe...
Da bin ich, die auch mal Gedankenmüll fabriziert und dafür trotzdem gefeiert wird, weil es eben einfach wirklich sonst wie es ist. Bei uns liegen auch mal gebrauchte Windelpäckchen und Kekskrümel herum, es ist nicht alles rosarot und Glitzer Glitzer. Und trotzdem ist das Leben schön, so wie es ist.

FRAGE 5

Danke für Deine Zeit und dass Du Dich den anderen Blogger/innen wie Leser hier so ausführlich vorgestellt hast. Zu guter letzt: Hast Du einen absolut erfolgreichen Blogger-/-Instagrammer-Tipp/Trick, den Du uns allen verraten willst? Das kann auch eine Seite/eine Vorbild-Blogger/in, ein Schreib- Hilfsmittel etc. sein. Wir alle hier im Bloggerherz helfen uns ja einander und sind immer interessiert an neuen Tools, Hilfsmitteln und Strategien, die uns weiterbringen. Was ist Dein Geheimnis?

Mein Tipp ist:
Immer ehrlich sein. Authentisch.
Wenn du du selbst bleibst findest du Anhänger, die entweder die selben werte mit dir teilen, oder dahin kommen möchten wo du jetzt bist. Auf der schönen Seite des Lebens.
Anderen mal was gönnen können, keinen Hate versprühen und ganz wichtig: jeden so leben lassen, wie derjenige es mag.
Um zu wachsen kann ich nur empfehlen, bei den Leuten, die dich gut finden, dir folgen oder Bilder liken, auch mal vorbei zu schauen und ein bisschen Liebe dazulassen. Kommentare hinterlassen, so werden andere auf dich aufmerksam.
„Mama-Loop‘s“ sind auch eine Möglichkeit, jedoch benötigt man dafür viel Zeit und etwas aufwendig ist es auch. Regelmäßig etwas posten gehört natürlich auch dazu, damit man Futter bieten kann... ;-)
Doch eins gilt:
Follower zu generieren ist mit der Zeit und etwas Amphetamin gut machbar, sie zu behalten jedoch knallharte Arbeit! <3